Beschreibung
Die Spielarten, Sprache, Bilder, Musik und Geraeusche einzusetzen und zu kombinieren, um eine Geschichte zu erzaehlen, sind seit jeher vielfaeltig und durch die Mittel der Digitalitaet noch variantenreicher geworden. Neben den traditionellen, einfach kodierten Erzaehltexten in reiner Schrift- oder Hoerform und dem audiovisuellen Medium Film etablieren sich zunehmend auch neuere Erzaehlmedien wie Graphic Novels, Fernsehserien und Computerspiele. Sie alle nutzen mindestens zwei der Zeichensysteme Schrift, Bild und Ton, um eine fiktive Welt zu entfalten. Der Kernlehrplan für die Sek II Deutsch traegt dieser Entwicklung mit dem erweiterten Textbegriff des „multimodalen Erzaehlens“ Rechnung. Multimodales Erzaehlen ist fester Bestandteil der Alltagspraxis Jugendlicher, wenn sie z. B. Memes posten, Serien schauen oder am PC adventure games spielen. Welche didaktischen Anforderungen stellt die Auseinandersetzung mit multimodalen Erzaehlformen mit Blick auf die Kompetenzvermittlung im Deutschunterricht, welche Potenziale bietet sie für das literarische und mediale Lernen, rezeptiv und produktiv, sowie für differenzierende Lernzugaenge? Die Veranstaltung führt anhand konkreter Beispiele in die Vielfalt und Komplexitaet multimodalen Erzaehlens ein und laedt zur ausführlichen Erprobung und Reflexion unterrichtspraktischer Modelle für die Sek I und die Sek II ein.