Beschreibung
Schule kommt auf sehr unterschiedliche Weise mit Trauma und Traumafolgestörungen in Berührung. Manchmal geschieht ein belastendes Ereignis direkt im schulischen Kontext: ein Unfall, Gewalt, ein Suizid oder eine andere akute Krise, die Schüler:innen, Kollegium und Schulgemeinschaft erschüttert. Manchmal zeigt ein Kind Verhaltensweisen, die schwer einzuordnen sind, und es entsteht der Verdacht, dass traumatische Erfahrungen eine Rolle spielen könnten. Oder ein Kind vertraut sich einer Lehrkraft an. Und manchmal ist bereits bekannt, dass eine Schülerin oder ein Schüler unter einer Traumafolgestörung leidet und im Schulalltag Unterstützung braucht.
Die Fortbildung gibt einen ersten Überblick darüber, was Trauma und Traumafolgestörungen sind, wie sie sich bei Kindern und Jugendlichen zeigen können und was das für den schulischen Alltag bedeutet. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage: Was brauchen Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte, um in solchen Situationen handlungsfähig, klar und zugewandt zu bleiben?
Neben grundlegenden Informationen zu Trauma, typischen Reaktionen nach belastenden Erfahrungen und Traumafolgestörungen, geht es um hilfreiche erste Schritte, sinnvolle Grenzen schulischer Verantwortung und die Zusammenarbeit mit Eltern, Schulleitung, Schulpsychologie, Jugendhilfe und therapeutischen Angeboten.
Im Anschluss ist Zeit für Fragen und eigene Erfahrungen aus der schulischen Praxis.
Dozentin
Dr. Nicole Szesny-Mahlau ist Psychologische Psychotherapeutin und Traumatherapeutin für Kinder, Jugendliche und Erwachsene (DeGPT). Sie arbeitet in eigener Praxis in München mit einem Schwerpunkt auf komplexen Traumafolgestörungen über die Lebensspanne. Sie ist Gründerin und Vorständin von trauma.help – Deutsches Traumakompetenznetz e. V., einem Netzwerk für Fachkräfte, die mit traumatisierten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen arbeiten.