Beschreibung
Viele Herausforderungen im Schulalltag stehen in engem Zusammenhang mit den exekutiven Funktionen von Kindern und Jugendlichen: Schwierigkeiten bei Aufmerksamkeit, Impulskontrolle, Arbeitsorganisation, Emotionsregulation oder dem Durchhalten von Anforderungen wirken sich unmittelbar auf Lernen, Verhalten und das soziale Miteinander aus.
Schulleitung nimmt dabei eine zentrale Rolle ein. Sie gestaltet Rahmenbedingungen, pädagogische Haltungen und schulische Strukturen, die Selbstregulation und eigenverantwortliches Lernen fördern oder erschweren können.
Die Fortbildung richtet sich an Schulleitungen und schulische Führungskräfte, die ein vertieftes Verständnis für exekutive Funktionen entwickeln und daraus konkrete Impulse für Unterricht, Teamarbeit und Schulentwicklung ableiten möchten.
- Grundlagen exekutiver Funktionen verstehen
- Zusammenhang von Selbstregulation, Lernen und Verhalten
- Auswirkungen von Stress und Überforderung auf exekutive Funktionen
- Exekutive Funktionen im Unterricht und im Schulalltag erkennen
- Selbststeuerung bei Schülerinnen und Schülern gezielt unterstützen
- Pädagogische Strukturen entwickeln, die Orientierung und Entlastung schaffen
- Rolle von Sprache, Beziehung und Haltung für Selbstregulation
- Kollegien für einen gemeinsamen professionellen Umgang sensibilisieren
- Exekutive Funktionen als Thema von Schulentwicklung und Führung
Die Fortbildung verbindet fachliche Impulse mit Praxisbeispielen, Reflexionsphasen, Austausch und der Arbeit an konkreten Situationen aus dem Schulalltag. Ziel ist eine direkte Anschlussfähigkeit an die eigene schulische Praxis.
Die Teilnehmenden erweitern ihr Verständnis von exekutiven Funktionen und Selbstregulation und entwickeln konkrete Ansätze, um Lernprozesse, Verhalten und pädagogisches Handeln im schulischen Alltag wirksam zu unterstützen. Gleichzeitig wird die Rolle der Schulleitung als gestaltende und orientierende Kraft in diesem Entwicklungsprozess gestärkt.