Beschreibung
Traumatisierung ist heute leider ein weit verbreitetes Phänomen: Etwa 1/7 aller Schülerinnen und haben u.a. durch Corona schocktraumatische Erfahrungen gemacht. Entwicklungstraumatisierung breitet sich aktuell epidemisch aus, weil sichere Bindungen früh gefehlt haben.
Traumatisierte Schülerinnen und Schüller kommen schon „vorgestresst“ in den Unterricht – entweder im Kampf-Flucht-Zustand oder im Rückzug. Damit sind sie weitgehend unfähig zu lernen und sich sozial zu verhalten und belasten unmittelbar unser vegetatives Nervensystem. Viele werden von besonderen Trauma-Symptomen wie z. B. emotionale Flashbacks überwältigt.
Die Schülerinnen und Schüler benötigen…
ein Gefühl der Sicherheit durch Rituale, haltgebende Körperübungen und unsere Beruhigung (Co-Regulation)
ein stressabbauendes Körpertraining mit einfachen Bewegungs- und Atemübungen
eine Förderung des Selbstwirksamkeitsgefühl und der Stressresistenz
Wir Lehrkräfte brauchen…
Mini-Programme zur persönlichen Vorbereitung, um gestresste Schülerinnen und Schüler beruhigen zu können und zum Selbstschutz vor emotionalen Flashbacks
die Fähigkeit, mit Flashbacks und Dissoziation pädagogisch umgehen zu können
ein Hintergrundwissen zu Trauma und den neurophysiologischen Grundlagen der Stressregulation
Win-Win-Situation
Die Förderung der Selbstregulation bietet Schülerinnen und Schüler mehr Motivation beim Lernen, die Erfahrung von Selbstwirksamkeit und einen größeren Lernerfolg. Sie verschafft uns Lehrkräften eine deutliche Entlastung beim Unterrichten, weil wir nicht mehr gegen Gehirn und Nervensystem unterrichten, sondern angepasst an diese Systeme. Sie verringert unsere Gesundheitsbelastung und erhöht die Freude im Beruf.