Beschreibung
Ein Verhaeltnis, das es in sich hat: Von Geburt an lebt der Mensch in der Spannung zwischen dem objektiv beobachtbaren Koerper, den wir haben und dem lebendigen Leib, der wir sind. Und diese Dimensionen vermag er durch seine Geistigkeit zu transzendieren: er kann über sich selbst und die Welt hinaus fragen nach dem Ursprung, dem Wesen und dem Weg des Lebens. Durch diese in Verschiedenheit sich vollziehende leibgeistige Einheit kann der Mensch eine konkrete, auch religioese, Identitaet finden und annehmen. Denn in leibseelischer Einheit ist der Mensch ausgespannt zwischen Himmel und Erde, nur wenig geringer als Gott (Ps 8.6) und doch empfaenglich, verwundbar und sterblich. Wo dieser Dreiklang aber gelingt, da ist Heil moeglich. Von dieser Ganzheitlichkeit profitieren das Lernen, auch in religioesen Lernprozessen. Die Veranstaltung bietet anthropologische und theologische Zusammenhaenge, Unterscheidungen und Klaerungen zum Verhaeltnis von Koerper, Leib und Seele an. Diese helfen einerseits, zeitdiagnostisch auf Erscheinungen wie 'Koerperkult' und Formen 'gestoerter Leiblichkeit' einzugehen; andererseits helfen sie, den christlichen Glauben als eine Leibfreundliche Religion zu profilieren. Die Themenschwerpunkte koennen in einem Vorgespraech abgestimmt werden.