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„Es irrt der Mensch, solang‘ er strebt“ – Sprachförderung mit literarischen Texten

Auf einen Blick

Veranstaltungsdatum

Startdatum: 20.01.2027, 14:00 bis 18:30 Uhr
Enddatum: 03.03.2027, 14:00 bis 18:30 Uhr

Veranstaltungsnummer

FSN2026-5803

Veranstalter (Institut)

Akademie der Ruhr-Universität gGmbH

Veranstaltungsform

ScheLF
i SchiLF = Schulinterne Lehrkräftefortbildung, ScheLF = Schulexterne Lehrkräftefortbildung.

Veranstaltungstyp

Online-Seminar

Kurzbeschreibung

Hier können Sie:
- die Besonderheiten des sprachlichen Fertigkeitsbereich „Lesen“ kennenlernen.
- sich dem vielschichtigen Konzept des literarischen Lernens annähern.
- Beispiele für geeignete literarische Texte im Sprachförderbereich kennenlernen.
- ein methodisches Gerüst für die Arbeit mit literarischen Texten kennenlernen und aus diesem die geeigneten Methoden auswählen.
- gerne Ihre Erfahrungen, Erwartungen und Wünsche an die Fortbildung einbringen.

Zielgruppe und Einordnung

Kategorie

Interkulturelle Schulentwicklung - Demokratie gestalten - Neu zugewanderte und geflüchtete Kinder und Jugendliche
Förderung - Sprachförderung

Zielgruppe

Lehrkräfte aller Fächer und Schulformen, sowie angehende Lehrkräfte, die sich hinsichtlich des Umgangs mit SchülerInnen und Schülern mit Sprachförderbedarf weiterbilden wollen und/oder mit neu zugewanderten Schülerinnen und Schülern arbeiten.

Schulform

Schulformübergreifend

Jahrgangsstufe

Alle Jahrgänge

Unterrichtsfach / Berufsfeld

Sprache und Literatur

Beschreibung

Literatur hat es schwer – zumindest in der Praxis der Sprachförderung und im Unterricht „Deutsch als Fremdsprache/Zweitsprache“, in welcher kommunikative Kompetenz noch immer als übergeordnetes Unterrichtsziel angestrebt wird. Doch ästhetisches Lernen durch literarische Texte eröffnet den Lernenden neue Räume und bietet ihnen spezifische Erklärungen von Welt, die auch zur Überprüfung der eigenen Lebenswelt und für das Verstehen anderer Wahrnehmungen dienen können. Besonders für Kinder und Jugendliche spielt die ästhetische Bildung eine große Rolle, da ästhetische Erfahrung auch im Rahmen der Identitätsbildung von besonderem Belang ist.
Die Auseinandersetzung mit Literatur in der Sprachförderung geht somit über das instrumentelle-kommunikative Sprachenlernen hinaus und ermöglicht auch Raum für emotional geprägte sinnliche Erfahrungen und den Austausch darüber.
Im Unterschied zu Lehrbuchtexten, die eine simulierte Welt darstellen, sind literarische Texte spannender, sie motivieren zum Weiterlesen, zur Weiterarbeit mit dem Text und fördern Fantasie und Freude am Lesen. Letzteres bildet auch ein wichtiges Kriterium der Leseförderung. Und ausgebildete Lesefertigkeiten gelten wiederum als eine Grundvoraussetzung des Bildungserfolgs und eine unabdingbare Kompetenz im späteren Berufsalltag der SchülerInnen und Schüler.
Doch Literatur im Unterricht zu erarbeiten – das stellt sowohl für Lehrkräfte, als auch für die Schüler:innen eine gewisse Herausforderung dar. Was macht das Ästhetisch-Literarische aus? Warum sollten bereits im Anfangsunterricht literarische Werke eine Rolle spielen? Welchen Mehrwert haben literarische Texte in der Leseförderung? Wie kann man auch leseungewohnten Schüler:innen Freude am Lesen vermitteln?
In dieser Fortbildung schauen wir uns neben der Theorie verschiedene literarische Texte an und entwickeln Inspirationen und Vorschläge für die didaktische Nutzung literarischer Werke in der sprachlichen Förderung an Grund- und weiterführenden Schulen.

Veranstaltungshinweise

Die Veranstaltung besteht aus zwei digitalen Terminen in Zoom à 4,5 Stunden. Dazwischen liegt eine mehrwöchige Transferphase, in der Sie die Fortbildungsinhalte auf Ihre eigene schulische Praxis übertragen und im Unterricht erproben können. Der Workload liegt insgesamt bei 20 Stunden.