Beschreibung
In dieser Fortbildung setzen wir uns mit den Grundlagen demokratischer Schulentwicklung auseinander und betrachten Demokratie als Lebens-, Gesellschafts- und Unterrichtsprinzip. Gemeinsam reflektieren wir, wie sich Privilegien und Macht in bestehenden Strukturen auswirken, und hinterfragen, inwieweit schulische Rahmenbedingungen Benachteiligung fördern oder verhindern. Wir diskutieren, wie Schulen auf gesellschaftliche Polarisierung und demokratiefeindliche Tendenzen reagieren können. Dabei räumen wir unter anderem auch mit dem Mythos der politischen Neutralität von Schule auf und durchleuchten manipulative Strategien extremistischer Aktivierung.
Mögliche Inhalte:
Nach diesem Workshop können die Teilnehmenden …
- Demokratiebildung als Querschnittsaufgabe schulischer Bildung erläutern
- demokratische Schulkultur im fachbezogenen Unterricht und im Schulleben gestalten
- Diversität als Grundlage demokratischen Handelns wertschätzend berücksichtigen
- kontroverse gesellschaftliche Themen professionell im Unterricht begleiten und Ambiguitätstoleranz bei Schüler*innen anregen
- den Mythos der politischen Neutralität von Schule fachlich einordnen
- Alltagsrassismus und demokratiefeindliche bzw. extremistische Narrative erkennen und pädagogisch angemessen darauf reagieren
- Beteiligungsformate (weiter)entwickeln, die Mitbestimmung und Selbstwirksamkeit von Schüler*innen stärken
Didaktische Umsetzung:
Der Workshop verbindet wissenschaftliche Impulse mit der Arbeit an konkreten schulischen Fragestellungen und/oder Konflikten. Im kollegialen Austausch entwickeln wir gemeinsam vorhandene Strategien weiter und unterstützen Sie dabei, Demokratiebildung flächendeckend im Unterricht, im Schulleben und in der Schulentwicklung zu verankern. Ziel ist es, Lehrkräfte darin zu stärken, demokratische Werte nicht nur zu vermitteln, sondern sie gemeinsam mit Kolleg*innen, Kindern und Jugendlichen im Schulalltag zu leben.