Beschreibung
Die Ausbildung eines stabilen Selbstwerts zählt zu den zentralen Entwicklungsaufgaben im Kindes- und Jugendalter und bildet einen wesentlichen Schutzfaktor für die psychische Gesundheit. Studien zeigen, dass ein positives Selbstbild unter anderem mit einer höheren Lebenszufriedenheit, besseren schulischen Leistungen sowie einem positiveren Körperbild assoziiert ist.
Selbstwertprobleme treten bei Kindern und Jugendlichen häufig entwicklungsbedingt auf. Persistierende oder ausgeprägte Beeinträchtigungen des Selbstwerts können jedoch die Entstehung psychischer Belastungen begünstigen und das Risiko für psychische Erkrankungen, insbesondere Depressionen und Angststörungen, erhöhen.
Ein beeinträchtigter Selbstwert spielt nicht nur bei deren Entstehung, sondern auch bei der Aufrechterhaltung der Symptomatik sowie dem Rückfallrisiko eine bedeutsame Rolle. Die Förderung eines stabilen Selbstwerts bei Kindern und Jugendlichen stellt daher eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe dar und gilt als wichtiger Baustein der Prävention psychischer Erkrankungen.
Ziel der Fortbildung ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse zum Thema Selbstwert mit praxistauglichen Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit Kindern und Jugendlichen zu vermitteln. Es werden theoretisch fundierte Grundlagen zur Entstehung des Selbstwerts sowie relevante entwicklungspsychologische und biopsychosoziale Einflussfaktoren vorgestellt. Darauf aufbauend werden praxisorientierte Strategien zur Förderung eines stabilen Selbstwerts thematisiert und anhand konkreter Beispiele veranschaulicht.
Dozentin: Mira von Wallis ist Psychologin M.Sc. sowie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin und arbeitet an der Hochschulambulanz für Kinder und Jugendliche der LMU München sowie in eigener Praxis. Neben ihrer therapeutischen Tätigkeit ist sie als Dozentin in der Aus- und Weiterbildung angehender Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten tätig. Zu ihren fachlichen Schwerpunkten zählen die Akzeptanz- und Commitmenttherapie (ACT), die psychologische Diagnostik, Depressionen, sowie die Video Intervention Therapy (VIT).