Beschreibung
Neurodivergenz im Schulalltag – neurobiologische Grundlagen verstehen und pädagogische Handlungsmöglichkeiten entwickeln
Wie entstehen Unterschiede in Aufmerksamkeit, Selbstregulation und Reizverarbeitung? Warum können schulische Anforderungen für neurodivergente Kinder besonders herausfordernd sein? Und welche Möglichkeiten haben Lehrkräfte, Lern- und Verhaltensprozesse positiv zu beeinflussen?
Die Fortbildung vermittelt neurobiologische Grundlagen neurodivergenter Entwicklung mit einem Schwerpunkt auf ADHS und Autismus. Sie beleuchtet, wie neuronale Entwicklungsprozesse, Aufmerksamkeit, exekutive Funktionen, Stressregulation und sensorische Reizverarbeitung mit dem Verhalten im Schulalltag zusammenhängen.
Dabei wird deutlich, dass Verhalten nicht isoliert betrachtet werden kann, sondern im Zusammenspiel individueller Voraussetzungen und situativer Anforderungen entsteht. Insbesondere Stress, Reizbelastung und hohe Anforderungen an die Selbstregulation können beeinflussen, wie Kinder lernen, handeln und auf ihre Umwelt reagieren.
Auf dieser Grundlage werden pädagogische Handlungsmöglichkeiten für den Schulalltag erarbeitet. Die Teilnehmenden lernen, Verhalten differenzierter einzuordnen, mögliche Belastungsfaktoren zu erkennen und Ansatzpunkte für eine lernförderliche Unterrichtsgestaltung abzuleiten.
Inhalte der Fortbildung:
- Neurobiologische Grundlagen von ADHS und Autismus
- Aufmerksamkeit und exekutive Funktionen
- Selbstregulation, Stress und sensorische Reizverarbeitung
- Wechselwirkungen zwischen individuellen Voraussetzungen und schulischen Anforderungen
- Verhalten neurobiologisch fundiert einordnen
- Möglichkeiten einer neurodivergenzsensiblen Unterrichtsgestaltung
Die Fortbildung verbindet wissenschaftliche Grundlagen mit konkreten Fragestellungen aus dem schulischen Alltag. Ziel ist es, neurodivergente Lern- und Verhaltensweisen besser zu verstehen und daraus fundierte pädagogische Handlungsmöglichkeiten abzuleiten.