Beschreibung
Psychische Erkrankungen scheinen in unserer Gesellschaft zuzunehmen, so dass Lehrer_innen, Schulleitungen und Angehörige der erweiterten Schulleitung im Berufsalltag regelmäßig mit Menschen in Kontakt treten, die aktuell psychisch belastet sind oder selbst psychische Belastungen erleben. Psychische Erkrankungen werden in der Öfentlichkeit jedoch noch häufig tabuisiert und Kenntnisse für einen konstruktiven Umgang mit Menschen in psychischen Notsituationen fehlen nicht selten. Häufig wird aus Mangel an Wissen, Furcht oder Unsicherheit zu wenig, gar nicht oder auch zu engagiert - aber wenig zielführend - agiert. Die Folgen können erhebliche Belastungen für alle Beteiligten und für die Schule sein. Daher möchten wir uns im Rahmen eines ein- bis zweitätigen Seminarkonzeptes mit den Teilnehmer_innen folgrden Inhalten zuwenden:Was sind psychische Erkrankungen und wie können sich diese entwickeln? Wie kann man verschiedene Krankheitsbilder frühzeitig erkennen und welche sinnvollen Handlungsoptionen bieten sich daraus für Lehrer_innen im Schulkontext? Wie können herausfordernde Situationen konstruktiv-unterstützend und gleichzeitig angemessen distanziert gestaltet werden? Ziel des Seminars ist es, anhand von gesicherten Grundlagenwissen zu psychischen Erkrankungen konstruktive Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln, um mehr Sicherheit mit Menschen in psychischen Notsituationen zu erlangen. Die Seminarinhalte werden am Beispiel häufig auftretender psychischer Erkrankungen (Auswahl in Abstimmung mit der Schule) von Andrea Kilian, Lehrercoach Köln, und Florian Meinhold, Psychologe und Psychotherapeut i.A. sowie Trainer der Dr. Frohn GmbH, vermittelt. Im Rahmen einer genauen Auftragsklärung werden die Inhalte im Vorhinein präzisiert. Die Vermittlung erfolgt mit hoher Methodenvarianz und auf dem Stand aktueller erwachsenenpädagogischer Qualitätsstandards, wobei im Hinblick auf die TN variabel verfahren wird. Die Bedeutung des Themas zeigt sich an verschiedenen Personengruppen und Beziehungsgefügen, für die die Inhalte eine hohe Relevanz haben: L/erw.SL-S, S-S, erw.SL-L, L-L, L/erw.SL-E, E-E, S-E.Über das notwendige psychologische Grundlagenwissen und die Reflexion des eigenen Handelns hinaus können an einem zweiten Tag systemische Antworten und Schulentwicklungsschritte erarbeitet werden. Mögliche Themen: Depression, Burnout, Suizidalität, Psychosen, Schizophrenie, Sucht, Borderline, Narzissmus, Phobien/Angsterkrankungen, Prüfungsängste, Aggressionen. (Lernstörungen ADHS, ADS, LRS, Dyskalkulie sind ergänzend möglich, stehen aber hier nicht im Fokus.)