Gewalt- und Amokprävention: Sicher handeln in schulischen Krisenlagen
Praxisorientierte schulinterne Fortbildung (SchiLF) für Lehrkräfte und pädagogische Beschäftigte
Wie können Lehrkräfte und pädagogische Beschäftigte bei Gewalt, Bedrohungen oder Amoklagen möglichst sicher handeln? Welche Schutz- und Handlungsmöglichkeiten bestehen, wenn eine Situation plötzlich eskaliert und innerhalb kürzester Zeit Entscheidungen getroffen werden müssen?
Diese schulinterne Fortbildung vermittelt praxisnahes Wissen und stärkt die Handlungssicherheit schulischer Beschäftigter vor, während und nach außergewöhnlichen Gefahrenlagen.
Im Mittelpunkt steht dabei die Erkenntnis, dass Lehrkräfte und pädagogische Beschäftigte einer Gefahrenlage nicht zwangsläufig hilflos gegenüberstehen, sondern durch Vorbereitung, Lagebewusstsein und situationsgerechtes Handeln dazu beitragen können, sich und andere bestmöglich zu schützen.
Inhalte und Schwerpunkte
1. Prävention und Vorbereitung:
Grundlagen schulischer Gewalt- und Amokprävention
Frühzeitiges Erkennen und Einordnen von Risiken und Bedrohungen
Bedeutung funktionierender Sicherheitsstrukturen und klarer Verantwortlichkeiten
Entwicklung von Lagebewusstsein und Handlungskompetenz
2. Sicher handeln im Ernstfall:
Orientierung und Entscheidungsfindung unter außergewöhnlicher Belastung
Situationsgerechtes Erkennen und Nutzen vorhandener Schutzmöglichkeiten
Handlungsoptionen bei dynamischen Gefahrenlagen und Amoklagen
Verhalten in den ersten Minuten einer Krisensituation
Kommunikation und Zusammenarbeit bis zum Eintreffen professioneller Einsatzkräfte
Möglichkeiten zur bestmöglichen Begrenzung von Schäden und Gefährdungen
3. Nachbereitung und Stabilisierung:
Strukturierte Nachbereitung außergewöhnlicher Ereignisse
Erkennen und Einordnen möglicher Belastungsreaktionen
Gegenseitige Unterstützung innerhalb des Kollegiums
Zusammenarbeit mit schulischen Krisenteams und professionellen Unterstützungsstrukturen
Rückkehr zu einem möglichst sicheren und stabilen Schulalltag
Methodik und Durchführung:
Die Fortbildung verbindet fachliche Grundlagen mit praxisnahen Fallbeispielen, angeleiteten Reflexionsphasen und anwendungsorientierten Übungen.
Die Teilnehmenden setzen sich mit realistischen schulischen Gefahren- und Entscheidungssituationen auseinander und reflektieren ihre individuellen Handlungsmöglichkeiten.
Inhalte, Schwerpunkte und Übungen werden auf die Ausgangslage, die vorhandenen Sicherheitsstrukturen und den konkreten Fortbildungsbedarf der jeweiligen Schule abgestimmt.
Was unser Angebot besonders macht:
Wir kennen Schule von innen. Und Krisenmanagement aus der Praxis.
Unser Fortbildungsansatz verbindet aktive schulische Praxis mit mehr als 15 Jahren Führungs- und Einsatzerfahrung im Katastrophenschutz.
Ergänzt wird diese Perspektive durch den kontinuierlichen fachlichen Austausch mit Angehörigen von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und weiteren professionellen Einsatzkräften im In- und Ausland.
Dadurch berücksichtigen wir nicht nur fachliche Anforderungen, sondern insbesondere die tatsächlichen Bedingungen und Handlungsmöglichkeiten im schulischen Alltag.
Ziel der Fortbildung:
Ziel ist es, Lehrkräfte und pädagogische Beschäftigte für außergewöhnliche Gefahrenlagen zu sensibilisieren, vorhandene Handlungsspielräume aufzuzeigen und ihre Handlungssicherheit zu stärken.
Die Teilnehmenden sollen Risiken bewusster wahrnehmen, Schutzmöglichkeiten besser einschätzen und auch unter Belastung möglichst besonnen, strukturiert und verantwortungsvoll handeln können.
Denn Sicherheit beginnt mit dem Bewusstsein, nicht machtlos zu sein, sondern Handlungsmöglichkeiten zu kennen und situationsgerecht nutzen zu können.