Beschreibung
In der heutigen Zeit wird viel Wert auf Eigenständigkeit, Unabhängigkeit und Individualität gelegt. Als Nebenprodukt dieses Zeitgeistes beobachten wir die Abnahme der Bereitschaft, Autoritäten „qua Amt“ zu folgen. Dies erleben auch Pädagog:innen im Umgang mit jungen Menschen – besonders, wenn sie Kindern oder Jugendlichen Grenzen aufzeigen und durchsetzen müssen. Wollen sie hier erfolgreich sein, brauchen Pädagog:innen Beziehungsautorität, die sich zu erarbeiten ein sozial anspruchsvoller Prozess ist. In diesem Sinne will das Seminar Grenzen setzen – aber richtig und konkrete Anregungen vermitteln sowie zur Selbstreflexion anstoßen. Was macht Beziehungsautorität aus und wie kann das Markieren und Durchsetzen von Grenzen auf dieser Basis gelingen? Inhalte • Das magische Dreieck einer guten und sicheren Erziehung (nach Hurrelmann/Unverzagt) • Beschäftigung mit beispielhaften Erziehungssituationen • Stärke statt Macht: Neue Autorität entwickeln (nach Omer/Von Schlippe) • Grenzen-Regeln-Konsequenzen zusammen gedacht • Kontrolliert eskalierte Beharrlichkeit – ein Konzept zur Kommunikationsgestaltung • bei Grenz-/Regelverletzungen (nach Rhode/Meis) Das Seminar ist für die Arbeit mit Kindern ab Elementar-Bereich konzipiert, die pädagogische Grundhaltung lässt sich aber auch auf den Umgang mit Krippen-Kindern übertragen.