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Von Gesellschafts- und Religionskonflikten – Umgang mit religionsbezogenen Konflikten

Auf einen Blick

Veranstaltungsdatum

Startdatum: 22.02.2027
Enddatum: 05.04.2027
Termine: 22.02.2027, 05.04.2027

Veranstaltungsnummer

FSN2026-5824

Veranstalter (Institut)

Akademie der Ruhr-Universität gGmbH

Veranstaltungsform

ScheLF
i SchiLF = Schulinterne Lehrkräftefortbildung, ScheLF = Schulexterne Lehrkräftefortbildung.

Veranstaltungstyp

Online-Seminar

Kurzbeschreibung

Lernen Sie
- mit der religiösen und innerreligiösen Vielfalt sensibel umzugehen.
- kritisch religionsbezogene Stereotype und Vorurteile zu reflektieren.
- die Lösungsmuster für einen sensiblen Umgang mit Religion als Herausforderung kennen.
- die Rolle bzw. Relevanz von Religion bei Herausforderungen und Konflikten im Klassenraum besser einzuschätzen und zu verstehen.
- den Handlungs- und Deutungsrahmen für den Umgang mit Religion als Herausforderung im Unterricht kennen und umzusetzen.

Zielgruppe und Einordnung

Kategorie

Interkulturelle Schulentwicklung - Demokratie gestalten
Demokratische Partizipations- und Konfliktkultur in Unterricht und Schulleben

Zielgruppe

Lehrkräfte aller Fächer und Schulformen sowie Angehende Lehrkräfte, die sich hinsichtlich dem Umgang mit einer religiös-heterogenen Schülerschaft weiterbilden wollen und/oder mit neu zugewanderten Schülerinnen und Schülern arbeiten.

Schulform

Schulformübergreifend

Jahrgangsstufe

Alle Jahrgänge

Unterrichtsfach / Berufsfeld

Alle Unterrichtsfächer

Beschreibung

Wie kann das Thema Religion im Unterricht thematisiert werden? Was kann ich tun, wenn Schüler:innen aufgrund der Religion die Teilnahme am Unterricht verweigert? Muss ich das Beten während des Unterrichts erlauben? Was kann ich tun, wenn mich die muslimischen Schüler nicht als Lehrkraft akzeptieren? Sind meine Schüler:innen Salafisten:innen? Darf ich den Ramadan unterbinden? Wie gehe ich mit religiöser Diskriminierung im Klassenraum um? Was kann ich tun, wenn naturwissenschaftliche Erkenntnisse geleugnet werden? Wie kann ich handeln, wenn Schüler:innen sich weigern, den Geburtstag eines Mitschülers oder einer Mitschülerin zu feiern? Was kann ich tun, damit auch Schülerinnen mit auf Klassenfahrt dürfen oder an der Klassenfeier teilnehmen können? Warum wird mir der Handschlag vom anderen Geschlecht verweigert? Wie kann ich mit den Geschlechterbildern der Religionen umgehen?

Herausarbeitung von Handlungsmöglichkeiten und Lösungsmustern
Wie wirkt sich das Thema Religion im Unterricht aus? Religion kann sich auf unterschiedliche Art und Weise im Unterricht und bei den Schüler:innen zeigen. Dabei kann sie kaum auffallen, aber eben auch zu einer Herausforderung werden – für die Schüler:innen, die Mitschüler:innen und auch für die Lehrkraft. Doch wie kann man damit umgehen? Was darf man unternehmen? In dieser Weiterbildung werden Sie sich genau mit diesen Fragen auseinandersetzen. Sie erhalten zu diesem Zweck Hintergrundwissen zu Themen wie Religion und Geschlecht sowie Religion und Diskriminierung. Ebenso werden Sie sich mit Stereotypen und Vorurteilen bezüglich Religion beschäftigen. Sie erlernen, wie bestimmte Herausforderungen gedeutet werden kennen und werden so feststellen, dass manche Herausforderungen nur oberflächlich oder gar nicht mit Religion zu tun haben können. Ein wesentlicher Schwerpunkt dieser Weiterbildung liegt aber vor allem auf der Herausarbeitung von Handlungsmöglichkeiten und Lösungsmustern mithilfe des rechtlichen Handlungsrahmend und Kontextwissen. Ziel der Weiterbildung ist es, Sie für einen religionssensiblen und selbstsicheren Umgang mit Herausforderungen, die mit Religion in Verbindung zu stehen scheinen, zu schulen. Dabei setzen wir auf eine angemessene Methodenvielfalt (u. a. Fachvorträge, Selbstarbeitsphasen, Fallanalysen und Szenarien), um sich gemeinsam in der Gruppe den professionellen Handlungsraum und Deutungsrahmen zu erschließen und Ihre Handlungs- und Wissenskompetenz zu erweitern.

Veranstaltungshinweise

2 Termine jeweils 09:00 – 13:30 Uhr

Zwischen den beiden Teilen gibt es eine Transferphase, in der Sie die Inhalte aus dem 1. Teil auf Ihre eigene schulische Praxis übertragen und im Unterricht erproben können. Im 2. Teil können Sie Ihre Erfahrungen mit anderen Teilnehmer:innen teilen, Fragen stellen und Ihre fachlichen Kenntnisse vertiefen.