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It's racism, stupid. Rassismuskritischer Unterricht: Alltragsrassismus in der Schule begegnen

Auf einen Blick

Veranstaltungsdatum

Startdatum: 09.10.2026, 14:00 bis 18:30 Uhr
Enddatum: 20.11.2026, 14:00 bis 18:30 Uhr

Veranstaltungsnummer

FSN2026-4824

Veranstalter (Institut)

Akademie der Ruhr-Universität gGmbH

Veranstaltungsform

ScheLF
i SchiLF = Schulinterne Lehrkräftefortbildung, ScheLF = Schulexterne Lehrkräftefortbildung.

Veranstaltungstyp

Online-Seminar

Kurzbeschreibung

Die Fortbildung verbindet die Vermittlung grundlegenden Wissens über unterschiedliche Facetten von Rassismus mit der Reflexion des eigenen schulischen Alltags. Gemeinsam wird der Frage nachgegangen, wo Diskriminierungsrisiken entstehen können, welche Rolle pädagogische Fachkräfte und schulische Strukturen dabei spielen und wie Schule einen aktiven Beitrag gegen Rassismus und andere Formen gruppenbezogener Abwertung leisten kann.

Zielgruppe und Einordnung

Kategorie

Interkulturelle Schulentwicklung - Demokratie gestalten - Demokratische Praxis in einer migrationssensiblen Schulkultur
Schulkultur entwickeln, Demokratie gestalten - Beziehungs- und Kommunikationskompetenz

Zielgruppe

Die Veranstaltung richtet sich an Lehrkräfte aller Fächer und Schulformen.

Schulform

Schulformübergreifend

Jahrgangsstufe

Alle Jahrgänge

Unterrichtsfach / Berufsfeld

Fächerübergreifend

Beschreibung

Rassismus ist kein Problem, das sich auf rechtsextreme Akteur*innen oder offen rassistische Äußerungen beschränken lässt. Er kann in unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen auftreten, verschiedene Erscheinungsformen annehmen und auch im Alltag ausgrenzend wirken. Dabei werden Menschen aufgrund tatsächlicher oder zugeschriebener Merkmale unterschiedlich bewertet und behandelt und damit Vorstellungen von Gleichwertigkeit und gleichen Teilhabechancen infrage gestellt.
Schulen kommt in diesem Zusammenhang eine besondere Bedeutung zu. Sie sind nicht nur Orte der Wissensvermittlung, sondern vermitteln Werte, gestalten den Umgang mit gesellschaftlicher Vielfalt und beeinflussen Bildungs- und Teilhabechancen. Gleichzeitig sind auch Schulen nicht frei von gesellschaftlichen Vorurteilen und Diskriminierungsrisiken. Rassismus kann im Unterricht ebenso eine Rolle spielen wie auf dem Schulhof, im Lehrer*innenzimmer oder in der Kommunikation mit Eltern.
Einen Schwerpunkt bildet in der Fortbildung die praktische Auseinandersetzung mit konkreten Handlungsmöglichkeiten. Dazu werden zum einen in einem Argumentationstraining gegen Rassismus typische Situationen und Aussagen aufgegriffen und unterschiedliche Reaktions- und Gesprächsstrategien erprobt. Zum anderen richten wir unter der Überschrift „Scrollen in die Radikalisierung“ den Blick auf soziale Medien: Welchen rassistischen und antidemokratischen Narrativen begegnen junge Menschen dort? Wie funktionieren entsprechende Ansprachen und welche Möglichkeiten haben Schule und pädagogische Fachkräfte, solche Inhalte aufzugreifen und gemeinsam mit Schüler*innen zu bearbeiten?
Kurze fachliche Inputs wechseln sich mit Diskussionen, Fallbeispielen, praktischen Übungen und kollegialem Austausch ab. Die Erfahrungen und das Wissen der Teilnehmer*innen aus dem Schulalltag spielen dabei eine zentrale Rolle. Ziel der Fortbildung ist es, die Wahrnehmung für unterschiedliche Erscheinungsformen von Rassismus zu schärfen und die Teilnehmer*innen darin zu stärken, in konkreten Situationen sicher zu handeln sowie rassismuskritisches Engagement als Querschnittsaufgabe von Schule zu verstehen.

Veranstaltungshinweise

Die Veranstaltung besteht aus zwei digitalen Terminen in Zoom à 4,5 Stunden. Dazwischen liegt eine mehrwöchige Transferphase, in der Sie die Fortbildungsinhalte auf Ihre eigene schulische Praxis übertragen und im Unterricht erproben können. Der Workload liegt insgesamt bei 20 Stunden.