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Mit Sicherheit lernen: Traumasensibler Unterricht

Auf einen Blick

Veranstaltungsdatum

Startdatum: 17.03.2027
Enddatum: 12.05.2027

Veranstaltungsnummer

FSN2026-5810

Veranstalter (Institut)

Akademie der Ruhr-Universität gGmbH

Veranstaltungsform

ScheLF
i SchiLF = Schulinterne Lehrkräftefortbildung, ScheLF = Schulexterne Lehrkräftefortbildung.

Veranstaltungstyp

Online-Seminar

Kurzbeschreibung

Lernen Sie

- was ein Trauma von anderen belastenden Situationen unterscheidet, welche Folgen ein Trauma haben kann (nicht muss!) und woran Sie mögliche Folgestörungen im täglichen Schulalltag erkennen können
- Methoden und Handlungsvorschläge für kritische Situationen in der Klasse kennen
- Ressourcenorientierung und Resilienzstärkung in den Unterricht einzubauen
- sich mit den Grenzen von Pädagogik und Therapie zu beschäftigen, um sich nicht selbst zu überfordern

Zielgruppe und Einordnung

Kategorie

Interkulturelle Schulentwicklung - Demokratie gestalten
Neu zugewanderte und geflüchtete Kinder und Jugendliche

Zielgruppe

Lehrkräfte aller Fächer und Schulformen, sowie angehende Lehrkräfte, die sich hinsichtlich des Umgangs mit einer heterogenen Schülerschaft weiterbilden wollen und/oder mit Lernenden arbeiten, die unter den Folgen traumatischer Erlebnisse leiden.

Schulform

Schulformübergreifend

Unterrichtsfach / Berufsfeld

Alle Unterrichtsfächer

Beschreibung

In den Klassen unterschiedlichster Schulen finden sich zunehmend Lernende, die in ihrem bisherigen Leben traumatische Erfahrungen machen mussten. Lehrkräfte nehmen oftmals eine Reihe von Lern- und Verhaltensschwierigkeiten an den jungen Menschen in ihren Klassen wahr, die – möglicherweise – auf erlebte Traumata zurückzuführen sind. Chronische Müdigkeit, Unaufmerksamkeit, Konzentrationsschwierigkeiten und innere Abwesenheit sowie eine geringe Frustrationstoleranz im Kontakt mit anderen können tatsächlich (indirekte) Erzählungen über erlebte Traumata sein. Daraus ergeben sich eine Reihe von Fragestellungen:

Müssen Sie, falls Sie z. B. Lernende mit Fluchterfahrung in der Klasse haben, bestimmte Themen im Unterricht vermeiden? Sollen Sie diesen Lernenden „besonders“ begegnen? Wie können Sie reagieren, wenn jemand in der Klasse von traumatischen Erlebnissen erzählen will? Wie können Sie einzelne in der Klasse in schwierigen Situationen unterstützen, ohne die anderen in der Gruppe zu vernachlässigen? Mit welchen Aktivitäten/Übungen für alle können Sie zur Stärkung der Resilienz von Lernenden beitragen und für Ihre eigene Entlastung sorgen?

In der Weiterbildung werden Sie Grundkenntnisse über die Thematik „Trauma“ erfahren; dabei wird einen Fokus auf Traumata durch Flucht und Verfolgung gelegt werden.

Sie werden mögliche Auswirkungen auf Lernen und Verhalten kennenlernen und in einem nächsten Schritt, wie Sie schwierigen Situationen im Unterricht begegnen können:

Durch eine traumasensible Haltung, durch größere Handlungssicherheit in kritischen Situationen und durch eine Reihe von Übungen und Aktivitäten, die auf alle Lernenden – speziell jedoch für jene mit Traumaerfahrung – stärkend und stabilsierend wirken. Der Schwerpunkt liegt auf Ressourcenorientierung für Lernende und Entlastung von Lehrpersonen.

Voraussetzungen

Keine

Veranstaltungshinweise

2 Termine jeweils 14:00 – 18:30 Uhr

Zwischen den beiden Teilen gibt es eine Transferphase, in der Sie die Inhalte aus dem 1. Teil auf Ihre eigene schulische Praxis übertragen und im Unterricht erproben können. Im 2. Teil können Sie Ihre Erfahrungen mit anderen Teilnehmer:innen teilen, Fragen stellen und Ihre fachlichen Kenntnisse vertiefen.