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Auf dem Weg zur diversitätsorientierten und diskriminierungskritischen Schule

Auf einen Blick

Veranstaltungsdatum

Startdatum: 26.04.2027, 14:00 bis 18:30 Uhr
Enddatum: 07.06.2027, 14:00 bis 18:30 Uhr

Veranstaltungsnummer

FSN2026-5806

Veranstalter (Institut)

Akademie der Ruhr-Universität gGmbH

Veranstaltungsform

ScheLF
i SchiLF = Schulinterne Lehrkräftefortbildung, ScheLF = Schulexterne Lehrkräftefortbildung.

Veranstaltungstyp

Online-Seminar

Kurzbeschreibung

Sie erlangen mehr Handlungssicherheit im Umgang mit ethnisch-nationalen, sozialen und/oder kulturellen Unterschieden der Schüler:innen, aber auch innerhalb des Kollegiums. Sie erfahren mehr über die Konsequenzen von (fortwährenden) Diskriminierungen für die Betroffenen und sensibilisieren sich für reale und potentielle Diskriminierungsformen. Sie gewinnen mehr Handlungssicherheit im pädagogischen Umgang mit Diskriminierung.

Zielgruppe und Einordnung

Kategorie

Interkulturelle Schulentwicklung - Demokratie gestalten - Beziehungen und Kommunikation in einer Schule der Vielfalt
Schulkultur entwickeln, Demokratie gestalten - Beziehungs- und Kommunikationskompetenz

Zielgruppe

Lehrer:innen aller Fächer und Schulformen, angehende Lehrer:innen und Sozialarbeitende

Schulform

Schulformübergreifend

Jahrgangsstufe

Alle Jahrgänge

Unterrichtsfach / Berufsfeld

Alle Unterrichtsfächer

Beschreibung

Unsere Gesellschaft ist seit jeher durch eine Vielfalt an Menschen und Lebensrealitäten geprägt. Neben aktuell besonders diskutierten und wichtigen Themen wie Migration, Flucht, Religion und Rassismus, sind es auch Aspekte wie Geschlecht, geschlechtliche Identität, sexuelle Orientierung, Alter, Gesundheit, und soziale Herkunft z.B. in Bezug auf Bildung, die immer stärker in das öffentliche Bewusstsein rücken. All diese Vielfalt zeigt sich auch im schulischen Alltag – unter den Schüler:innen, Lehrkräften, Eltern und Erziehungsberechtigten, Erzieher:innen, Sozialarbeitenden, in der Schulleitung und bei allen weiteren Mitarbeitenden. Vor allem das Engagement verschiedener marginalisierter Gruppen hat zu einer größeren Sichtbar- und Besprechbarkeit gesellschaftlicher Vielfalt und verschiedener Formen von Diskriminierung beigetragen. Dennoch geht diese Sichtbarkeit auch mit der Gefahr höherer Gefährdung, politischen Entwicklungen gegen marginalisierte Menschen und der Instrumentalisierung von Zusammenhängen zwischen struktureller Diskriminierung und gesellschaftlichen Entwicklungen einher.
All das macht auch vor der Schule nicht halt: Während Vielfalt an Schulen oft gefeiert wird, wird beispielsweise die damit verbundene Gefahr einer dekonstruktiven Überbetonung von Unterschieden manchmal zu wenig reflektiert. So kann es passieren, dass z.B. Schüler:innen oder Lehrkräfte konsequent als „Andere“ markiert werden – etwa durch rassistische Zuschreibungen –, ohne dass bestehende Diskriminierungen ausreichend erkannt und abgebaut werden. Auch institutionelle und strukturelle Rahmenbedingungen des deutschen Schulsystems begünstigen ausschließende Strukturen und systemische Diskriminierung, indem gut gemeinte und doch problematische Entscheidungen getroffen werden, Wissen zu Diversität und Diskriminierung statt als Professionalisierungs-Muss, als Wohlfühl-Sensibilisierung thematisiert und Ziele von Chancengerechtigkeit und gleichberechtigter Teilhabe nur oberflächlich behandelt werden. Diskriminierungskritische und vielfaltsorientierte Schule und Pädagogik versucht, sowohl die Unterschiedlichkeit der Schüler:innen und Mitarbeitenden in der Schule wertzuschätzen als auch Diskriminierungen ernstzunehmen, vorzubeugen, und aufzuarbeiten, sowie bestehende Ungleichheiten zu hinterfragen – stets im Bewusstsein der Grenzen pädagogischen Handelns und dem Heterotop Schule.

Veranstaltungshinweise

Die Veranstaltung besteht aus zwei digitalen Terminen in Zoom à 4,5 Stunden. Dazwischen liegt eine mehrwöchige Transferphase, in der Sie die Fortbildungsinhalte auf Ihre eigene schulische Praxis übertragen und im Unterricht erproben können. Der Workload liegt insgesamt bei 20 Stunden.