Beschreibung
Spiele und spielerische Strategien besitzen ein enormes Potenzial für die Baukulturelle Bildung und sind echte Alleskönner. Sie haben eine sinnliche Qualität, die anderen Medien in der Regel fehlt. Sie sind niedrigschwellig, hierarchiefrei, leicht zugänglich und wirken gemeinschaftsbildend. Interessant sind sie auch, weil in Spielen ohne großen Aufwand geschützte Räume entstehen, die es ermöglichen, vollkommen anders zu agieren, zu denken oder eine andere Haltung anzunehmen, als man es normalerweise tun würde. Denn jeder weiß: Nach dem Spiel ist alles wieder so wie zuvor! Spiele bringen Potenziale für Aushandlungs- und Beteiligungsprozesse mit sich. Sie lassen sich aber auch gezielt einsetzen, um die Wahrnehmung der gebauten Umwelt zu verändern, Gewohntes infrage zu stellen oder um auf Entdeckungsreise in der gebauten Umwelt zu gehen. In dem Selbstlernkurs werden die Potenziale des Spiels für die Baukulturelle Bildung historisch, theoretisch und praktisch in den Blick genommen und mit konkreten Anregungen verbunden, mit denen sich die Stadt als Spielraum entdecken und zurückgewinnen lässt. Der Kurs richtet sich an (Kunst-)Lehrkräfte und Pädagog:innen, die spielerische Zugänge zur gebauten Umwelt erproben und vertiefen möchten. Der Kurs kann unabhängig von „Sensibilisierung für die gebaute Umwelt I“ absolviert werden. Beide Fortbildungen sind inhaltlich aufeinander bezogen, aber so konzipiert, dass jede für sich allein stehen kann.Videomaterial: ca. 115 MinutenSelbstlernzeit ca. 65 Min.Gesamtlernzeit: ca. 180 Min. Dr. Turit Fröbe ist Architekturhistorikerin und Urbanistin und engagiert sich seit Jahren auf praktischer, theoretischer und politischer Ebene dafür, die Baukulturelle Bildung ins Bildungssystem zu integrieren. Sie verfügt über langjährige Lehrerfahrung als wissenschaftliche Mitarbeiterin, Gastprofessorin und Lehrbeauftragte und bietet Kommunen mit ihrer 2014 gegründeten STADTDENKEREI unkonventionelle Vermittlungs- und Aktivierungsstrategien an. In der breiten Öffentlichkeit hat sie sich mit ihren „Bausünden“-Publikationen einen Namen als Bestsellerautorin gemacht. Parallel dazu forscht sie zur Baukulturellen Bildung. Weiterführende Informationen über Projekte und Publikationen unter: www.die-stadtdenkerei.de. 2024 hat sie ihre Online-Akademie für Baukulturelle Bildung gegründet, mit der sie Anfang 2026 an die Öffentlichkeit gegangen ist: www.baukulturelle-bildung.online.